Nützlinge im Garten: 10 wichtigste Helfer anlocken & kaufen – Rasenmax.com
Nützlinge im Garten: die wichtigsten Helfer im Überblick

Nützlinge im Garten: die wichtigsten Helfer im Überblick

17 min Lesezeit

Nützlinge im Garten: 10 wichtigste Helfer gegen Schädlinge

Und wie Du sie mit einfachen Mitteln anlocken kannst

Warum Nützlinge statt Chemie?

Wer hat das noch nicht erlebt? Man hat sich um alle Einzelheiten  im Garten gekümmert, Der Garten erstrahlt in seiner schönsten Pracht,  aber etwas anderes passiert. Schädlinge beginnen sich einzunisten und zerstören die frisch geschaffene Pracht. Was kann man tun? Es gibt alle möglichen Varianten der Schädlinge Herr zu werden. die biologische Variante Ist sicher sich darum zu kümmern, dass es genug natürliche Feinde für diese Schädlinge gibt.

Nützlinge bekämpfen Schädlinge biologisch und dauerhaft – ohne Chemiereste, Bienentod oder Widerstandsentwicklung. Ein Marienkäferpaar vertilgt 10.000 Blattläuse pro Saison. Igel fressen 500 Schnecken pro Nacht. Dein Garten wird zum natürlichen Schutzsystem.

 Wir zeigen euch hier, welche natürlichen Nützlinge es gibt, wie man sie im eigenen Garten ansiedeln kann. Und dann zeigen wir euch auch noch welche Nützlinge man bestellen kann.

Übersicht: Schädling vs. Nützling

Doch wer sind die natürlichen Feinde von unseren Schädlingen?

Hier eine kleine Übersicht über Schädlinge und ihre natürliche Feinde: 

Schädling Wichtigste Nützlinge
Schnecken Igel, Laufkäfer, Vögel
Blattläuse Marienkäfer, Schwebfliege, Florfliege
Dickmaulrüssler Nematoden (HM)
Wiesenschnaken Nematoden (SC)
Spinnmilben Florfliege, Raubmilben
Trauermücken SF-Nematoden
Gartenlaubkäfer HM-Nematoden

 

Die 10 wichtigsten Nützlinge

Der Igel

Der Igel - ein wichtiger Nützling

Der Igel isst gerne Nützlinge aber genauso gerne Schädlinge. Auf seinem Speiseplan stehen unter anderem: Käfer, Engerlinge, Regenwürmer, Schnecken, Tausendfüßler, Spinnen und Raupen.

Igel sind Einzelgänger und und leben nur in der Paarungszeit gemeinsam. zwischen Juni und September bringt das Weibchen einen Wurf von 4 bis 6 Jungen zur Welt,  die sechs Wochen. Die sind normalerweise in der Dämmerung und in der Nacht aktiv, aber im Herbst kann sie auch tagsüber angetroffen werden. sie müssen sich ein Fettschicht für den Winterschlaf  anfressen,  der von November bis in den März hinein dauert.

Um einen Igel im Garten zu halten,  sollte es ausreichend Unterschlupf geben, wo sie sich tagsüber  und  während des Winterschlafs sich verstecken können. Dazu gehören Laub- und Reisighaufen,  Holzstapeln,  Steinhaufen und Komposthaufen sowie Sträucher und hohe Wiesen. Am einfachsten ist es im Herbst vermehrt Laub liegen zu lassen und den Garten nicht fein säuberlich aufzuräumen.  zusätzlich kann noch ein Igelhäuschen aufgestellt werden, um den Igeln einen Unterschlupf zu bieten.

Was gefährlich ist für Igel sind u.a. Laubsauger, Verbrennen von Gartenabfällen, Rattengift, Schneckenkorn (nicht Neudorff Ferramol), Swimmingpools, Schächte, etc., ...

Der Igel frisst bis zu 500 Schnecken pro Nacht! Sein Menü: Schnecken, Engerlinge, Raupen, Käfer.

Igel anlocken:

  • Laub-/Reisighaufen (Überwinterung)

  • Igelhäuschen (südseitig, trocken)

  • Kein Rattengift/Schneckenkorn (außer Ferramol!)

Der Laufkäfer

Der Laufkäfer - ein wichtiger Nützling

Laufkäfer und ihre Larven  fressen liebend gerne Schnecken und Schneckeneier, Asseln, Drahtwürmer, Kartoffelkäfer, Engerlinge, Würmer und Raupen. Sie sind großartige Helfer im Garten, da sie bis zum dreifachen ihres Körpergewichtes pro Tag an Schädlingen essen. Die wichtigsten Vertreter des laufkäfers sind der Goldlaufkäfer, der Hainlaufkäfer und der Puppenräuber.

Die Weibchen legen im Frühjahr  ihre Eier in kleine Erdhöhlen.  Die Larven sehen ähnlich aus wie die der Engerlinge - meistens dunkel bzw schwarz . Die Larven ernähren sich auch von dann Insekten und entwickeln sich zwei bis drei Jahre lang unter bzw oberhalb der Erde bevor sie sich verpuppen. die Erwachsenen Laufkäfer leben mehrere Jahre.

Der Laufkäfer bevorzugt dunkle, feuchte Unterschlupfmöglichkeiten, wie Hecken, Gräser, Laub-, Reisig- und Holzhaufen.

Laufkäfer fressen dreifaches Körpergewicht täglich: Schnecken, Schneckeneier, Drahtwürmer, Engerlinge.

Anlocken: Dunkle, feuchte Unterschlupfe (Hecken, Laubhaufen, Holzstapel).

Der Marienkäfer

 Der Marienkäfer - ein wichtiger Nützling 

Marienkäfer sind großartige Schädlingsvernichter. Der erwachsenen Käfer und die marienkäferlarve ernähren sich von Blattläusen, Schildläuse, Spinnmilben, Wanzen, Thripse,  Käfer- und Blattwespenlarven.

Ein Siebenpunkt-Marienkäfer kann in seinem Leben bis zu 5000 Blattläuse verspeisen.

Marienkäfer überwintern in trockenen Laub- oder Holzhaufen bzw in einer Wildstrauchhecke. Wichtig ist, das Laub bzw Holz bis in den Frühling liegen zu lassen.

Man sollte im Frühjahr nicht alle Blattläuse restlos beseitigen, um den Marienkäfern und ihren Larven noch eine Nahrungsquelle bieten zu können.

Ein Siebenpunkt-Marienkäfer frisst 5.000 Blattläuse im Leben! Larven fressen noch mehr.

Anlocken: Laubhaufen bis Frühling belassen, im Frühjahr Blattläuse stehenlassen (Nahrungsquelle).

Die Schwebfliege

Die Schwebfliege - ein wichtiger Nützling 

Die Schwebfliege sieht der Wespe sehr ähnlich, hat oft einen knallig gelben Hinterleib in unterschiedlichsten Musterungen. Im Gegensatz zur Wespe und Biene kann die Schwebfliege nicht stechen. man erkennt sie an dem typischen Zick-Zack-Flug und dem kollibriähnlichen Stehen in der Luft.

Von den heimische ca. 450 Schwebfliegenarten haben ca. 100 Schwebfliegenarten Larven, die sich von Schädlingen ernähren. Am liebsten verspeisen Schwebfliegenlarven Blattläuse. Eine Larve kann bis zur Verpuppung bis zu 700 Blattläuse vertilgen. Außerdem lieben sie auch noch Blattwespenlarven, Schildläuse und Spinnmilben

Manche Arten überwintern bei uns und legen im Frühjahr ihre weißen, ca. 1 mm großen Eier. Die tropfenförmigen, beinlosen Larven schlüpfen nach wenigen Tagen. Mehrere Generationen entstehen innerhalb einer Saison.

Wichtig für die Schwebfliegen sind ausreichende Überwinterungsmöglichkeiten wie Hecken und Gehölzen.

Schwebfliegenlarven fressen 700 Blattläuse bis Verpuppung. Erkennen: Zickzackflug, stehengeblieben wie Kolibri.

Anlocken: Hecken, Wildsträucher (Überwinterung).

Der Ohrwurm

Der Ohrwurm - ein wichtiger Nützling 

Auch der Ohrwurm ist ein großartiger Vertilger von Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben und kleinere Insekten. Er kann bis zu 120 Blattläuse pro Nacht verspeisen.

Der Ohrwurm ist ein schwarz-bräunliches Insekt mit langen Fühlern und einer großen Zange am Hinterteil. Er ist für den Menschen gänzlich ungefährlich. Die starken Zangen werden dazu verwendet die Beutetiere zu fangen und zu zerteilen. Er ist nachtaktiv und überwintert als erwachsenes Insekt in Erdhöhlen. Pro Jahr werden bis zu 100 Eier in Erdhöhlen gelegt, wobei die Larven und Eier von den Weibchen mit Nahrung versorgt werden. 

Der Ohrwurm liebt Verstecke wir Laub- und Reisighaufen, Holz- oder Steinhaufen oder ähnliches. 

Der Ohrwurm ißt nicht nur Schädlinge, sondern kann auch bei wenig tierischer Nahrung auf pflanzliche Nahrung zurückgreifen. Außerdem essen sie auch gerne die Brut von Wildbienen. 

Ohrwürmer fressen 120 Blattläuse pro Nacht. Tagsüber in Laub-/Reisighaufen versteckt.

Anlocken: Töpfe mit Stroh, Holzstapel.

Die Florfliege

Die Florfliege - ein wichtiger Nützling

Die Florfliege oder auch Blattlauslöwe genannt macht ihrem Namen alle Ehre. Sie liebt jegliche Form von Läusen (Blattläuse, Schmierläuse, Schildläuse, etc., …), Spinnmilben, Thripsen, kleine Raupen und Insektenlarven. 

Die Florfliege überwintert als Erwachsener und das Weibchen legt im Frühjahr an der Blattunterseite - idealerweise in der Nähe von Blattlauskolonien - ihre Eier. Eine Larve kann bis 500 Blattläuse verspeisen. 

Das ausgewachsene Insekt ernährt sich dann hauptsächlich von Nektar und Pollen. 

Florfliegenlarven fressen 500 Blattläuse. Erwachsene leben von Nektar.

Anlocken: Insektenhotel, Blühpflanzen.

Die Schlupfwespe

Die Schlupfwespe - ein wichtiger Nützling

Der Name mag im ersten Moment in die Irre führen, da die Schlupfwespe gänzlich ungefährlich für den Menschen ist und Menschen nicht stechen kann, wie die normale Wespe. Für Schädlinge ist die Schlupfwespe aber sehr wohl bedrohlich, da sie ihre Eier bevorzugt in Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse, Blattwespen, Käfer und der Weißen Fliege ablegen. Die Larven ernähren sich von dem Wirt und fressen ihn von innen auf. 

Die erwachsenen Tiere ernähren sich dann meist von Nektar und Pollen bzw vom Honigtau der Blattläuse.

Die Schlupfwespen überwintern gerne unter Wildsträuchern oder anderen Rückzugsmöglichkeiten. 

Schlupfwespen legen Eier in Blattläuse/Schildläuse. Larven fressen Wirt von innen auf.

Anlocken: Wildsträucher, Nektar-Pflanzen.

Die (Wild-)Bienen und Hummeln

Die Hummel - ein wichtiger Nützling

Wildbienen leben meistens solitär, d.h. das Weibchen wird vom Männchen begattet und baut dann ihr Nest alleine. Sie legt ein Nest mit bis zu 30 Brutzellen an, legt in jede dieser Brutzellen ein Ei und versorgt es mit ausreichend Pollen und Nektar. Die Larven schlüpfen und ernähren sich von den Pollen und Nektar.

Hummeln leben im Volk von bis zu 600 Tieren und einer Königin. Die Königin ist die einzige, die überwintert und zieht dann im Folgejahr ein neues Volk heran. Die Arbeiter-Hummeln leben nur ungefähr 3 Monate. 

Durch ihren langen Rüssel können Hummeln z.Bsp Tomaten besser und effektiver bestäuben als Bienen. Also wenn man Tomaten zieht, Hummeln von großem Nutzen für eine saftige Ernte.

Sowohl für Wildbienen als auch für Hummeln ist Strukturvielfalt im Garten von essenzieller Bedeutung. Die unterschiedlichen Arten haben ganz individuelle Ansprüche an Nistplätze und Futterpflanzen. Die meisten Arten von Wildbienen und Hummeln nützen selbst gegrabene Erdlöcher als Nistplatz. Auch mit einem Insektenhotel kann vielen Arten ein Nistplatz geboten werden. Mehr zu Insektenhotels findest Du weiter unten in dem Artikel.

Außerdem sind offene Bodenstellen, Holz- und Steinhaufen ein wichtiger Rückzugsort für Wildbienen und Hummeln.

Sie ernähren sich von Nektar und sammeln Pollen, um ihre Brut zu ernähren. 

Wildbienen bestäuben Tomaten besser als Honigbienen. Hummeln durchdringen lange Blütenröhren.

Anlocken: Insektenhotel, offene Erdbereiche, Wildblumenwiese.

 

Die Nematoden

Die Nematoden

Schon einmal etwas gehört von Nematoden? Nematoden sind winzige, lange, dünne Würmer auch Fadenwürmer genannt. Die meisten Nematoden sind mit freiem Auge schwer zu erkennen und nur unter dem Mikroskop erkennbar.

Es gibt unzählige Arten von Nematoden - die meisten brauchen einen Wirt, in dem sie leben können. Und dieser Wirt kann ein Tier, der Mensch oder eine Pflanze sein. Aber keine Angst, jede Art von Nematoden hat immer nur einen Wirt. D.h. die Nematoden in deinem Garten sind für den Menschen ungefährlich. 

Die bekanntesten Nematoden im Garten sind vermutlich die Nematoden gegen den Dickmaulrüssler. Es gibt Nematoden gegen die Larven und gegen den erwachsenen Käfer.

Schon einmal gehört von Nematoden? Nematoden sind winzige, lange, dünne Würmer auch Fadenwürmer genannt. Die meisten Nematoden sind mit freiem Auge schwer zu erkennen und nur unter dem Mikroskop erkennbar.

Es gibt unzählige Arten von Nematoden - die meisten brauchen einen Wirt, in dem sie leben können. Und dieser Wirt kann ein Tier, der Mensch oder eine Pflanze sein. Aber keine Angst, jede Art von Nematoden hat immer nur einen Wirt. D.h. die Nematoden in deinem Garten sind für den Menschen ungefährlich. 

Die bekanntesten Nematoden im Garten sind vermutlich die Nematoden gegen den Dickmaulrüssler. Es gibt Nematoden gegen die Larven und gegen den erwachsenen Käfer.

Nematoden gegen Larven (Dickmaulrüssler, Wiesenschnaken). Spezifisch, harmlos für Mensch/Tiere.

Bestellen: HM/SC-Nematoden bei Rasenmax.

 

Nematoden von Neudorff gegen Dickmaulrüssler & Wiesenschnaken

Nematoden von Neudorff gegen Dickmaulrüssler & Wiesenschnaken

ab €19,99

Biologische Schädlingsbekämpfung mit Nematoden (Fadenwürmern) gegen Dickmaulrüssler, Gartenlaubkäfer, Maulwurfsgrillen und Wiesenschnaken. Ungefährlich für Menschen und Tiere.

Anwendung: In Wasser verdünnen und auf Bodenfläche ausbringen
Wichtig: Bodentemperatur mind. 12°C, Boden 4 Wochen feucht halten

Jetzt kaufen

Der Regenwurm

Der Regenwurm - ein wichtiger Nützling 

Nicht alle Nützlinge vertilgen mit Eifer Schädlinge. Der Regenwurm verspeist keine anderen Schädlinge, sondern verdient sich seinen Ehrenplatz unter den Nützlingen mit der Verbesserung der Bodenbeschaffenheit. Der Regenwurm - immer ständig auf Nahrungssuche - gräbt sich tief in den Boden ein, lockert damit die Bodenstruktur und kümmert sich um eine besser Belüftung und höhere Wasserspeicherkapazität. Er isst leidenschaftlich gerne verrottete Pflanzenteil und erzeugt hochwertigen Wurmhumus, der reich an Kalk, Magnesium, Stickstoff, Phosphor und Kali ist. Also kurzum ein großartiger Dünger für unseren Garten.

 

Vögel

Kohlmeisen als großartige Nützlinge für den Garten

Auch Vögel, wie z.Bsp. Kohlmeisen, Amsel, Drossel, Spatzen oder Schwalben sind großartige Helfer in unserem Garten, um Schädlinge zu bekämpfen. Beliebtes Futter für Vögel sind Raupen, unter anderem Frostspannerraupen und Eichenprozessionsspinner, Schmetterlinge, Blattläuse, Schildläuse und Wanzen. Ca. 35-75 kg Insekten werden von einem Kohlmeisenpaar pro Saison vertilgt. 

Um den Vögeln eine optimale Umgebung zu bieten, sollte man hohle Stämme stehen lassen bzw Vogelhäuser aufzuhängen. Zum Trinken ist eine Vogeltränke ideal. Sie sollte regelmäßig gesäubert werden. 

Im Winter bietet sich eine Fütterung an mit Futterhäuschen, Futterspender oder Meisenknödeln, die idealerweise immer 2m über dem Boden angebracht werden sollten, wo keine Katze leicht hinkann.

Jetzt haben wir viel über die wichtigsten Nützlinge gelesen, jetzt stellt sich die große Frage:

Nützlinge anlocken: 5 einfache Schritte

Heutzutage wird es immer schwieriger für Insekten/Nützlinge ein geeignetes Versteck bzw einen Nistplatz zu finden. Durch eintönige, versiegelte Landschaften nehmen wir den Nützlingen immer mehr die Möglichkeit sich entsprechend zu vermehren bzw auszubreiten. Selten brauchen Nistplätze und  geschützte Orte, wo sie überwintern können.  was können wir dazu beitragen, dass wir in  unseren Garten eine entsprechende Vielfalt ansiedeln? bzw mehr Nützlinge?

Man muss die Nützlinge entsprechend gastfreundlich empfangen. Wie schafft man das? Zum Beispiel mit einem Insektenhotel. Insektenhotel sind kleine oder auch größere Nist- und Überwinterungshilfen für Insekten. Man schafft dadurch eine Möglichkeit, dass sich gewünschte Insekten wieder verstärkt im eigenen Garten ansiedeln.

Was ist ein Insektenhotel? Was kommt in ein Insektenhotel rein?

Ein Insektenhotel ist eine Holzkonstruktion mit unterschiedlichen “Zimmern”, also Bereichen. Die Zimmer sind unterschiedlich gestaltet, von Holzblöcken mit speziellen Bohrungen, Stroh, Tannenzapfen, etc., … Wichtig ist, dass es genug Möglichkeiten gibt, wo sich die Insekten einnisten bzw überwintern können. Und das Insektenhotel sollte immer aufgehängt werden, damit andere, räuberische Tiere, wie Ameisen oder ähnliches, nicht dazu kommen. 

Für welche Insekten ist ein Insektenhotel?

Häufige Gäste im Insektenhotel sind Wildbienen und Hummeln, verschiedene Wespenarten,  alle möglichen Käferarte, Florfliegen, Schwebfliegen und ähnliches. Die meisten Bewohner leisten einen tollen Beitrag zum Ökosystem. Sie bekämpfen bzw essen alle möglichen Schädlinge, wofür wir normalerweise Pflanzenschutzmittel oder ähnliches verwenden würden. 

Wo ist der ideal Standort für ein Insektenhotel?

Am besten sollte man sein Insektenhotel an einem Standort mit viel Sonne und Schutz vor Wind und Regen aufstellen.

Was sollte ich meinen Gästen noch bieten?

Zu einem guten Hotel gehört auch immer ein gutes Restaurant bzw ein ordentliches Buffet. Wichtig ist in seinem Garten viele blühende Pflanzen und Blumen unterzubringen, um seinen Insekten-Gästen auch ausreichend Nahrung bieten zu können. Ideal ist eine Wildblumenwiese. 

Nützlinge anlocken: 5 einfache Schritte

  1. Strukturvielfalt schaffen: Laubhaufen, Holz-/Steinhaufen, Wildwiese

  2. Insektenhotel aufhängen: Südseitig, 1-2m Höhe, vor Regen schützen

  3. Blühstreifen pflanzen: Wildkräuter, Sonnenblumen, Koriander (Nektarquelle)

  4. Pestizide vermeiden: Auch "harmlose" Mittel schaden Nützlingen

  5. Wasserstellen bieten: Flache Schalen für Bienen/Schwebfliegen

Nützlinge kaufen & bestellen

Gewisse Nützlinge kann man auch bestellen und sich zuschicken lassen, da es schwer ist sie im eigenen Garten zu halten, wie zum Beispiel Nematoden, Schlupfwespen und ähnliches.

Blattläuse: Florfliegen-Larven

Spinnmilben: Raubmilben, nur für  Geschl. Räume

Weiße Fliege: Schlupfwespen, nur für Geschl. Räume

Wollläuse: Australische Marienkäfer, nur für Geschl. Räume

Thripse: Florfliegen-Larven, für Geschl. Räume oder im Freien

Trauermücken: SF-Nematoden, für Geschl. Räume oder im Freien

Dickmaulrüssler: HM-Nematoden, für Geschl. Räume oder im Freien

Maulwurfsgrillen / Werren: SC-Nematoden, für Geschl. Räume oder im Freien

Wiesenschnaken / Tipula: SC-Nematoden, für Geschl. Räume oder im Freien

Gartenlaubkäfer: HM-Nematoden, für Geschl. Räume oder im Freien

FAQ: Nützlinge im Garten

Warum Nützlinge statt Sprühmittel?
Nützlinge bekämpfen Schädlinge dauerhaft biologisch, ohne Chemie-Reste oder Bienentod.

Wann Nematoden bestellen?
HM-Nematoden: April/Mai & Aug/Sep gegen Rüsslerlarven. Bei 12-25°C ausbringen.

Wie Insektenhotel richtig aufhängen?
Süd-/südostseitig, 1-2m Höhe, trocken & windgeschützt. Jährlich reinigen.

Fördere ich mit Nützlingen auch Schädlinge?
Nein! Nützlinge sind spezialisiert (Marienkäfer fressen nur Läuse).

Sind Nematoden für Menschen gefährlich?
Nein, gärtnerische Nematoden sind spezifisch und harmlos für Mensch/Tiere.

Wir bieten folgende Nützlinge an:

Nematoden von Neudorff gegen Dickmaulrüssler & Wiesenschnaken

Nematoden von Neudorff gegen Dickmaulrüssler & Wiesenschnaken

ab €19,99

Biologische Schädlingsbekämpfung mit Nematoden (Fadenwürmern) gegen Dickmaulrüssler, Gartenlaubkäfer, Maulwurfsgrillen und Wiesenschnaken. Ungefährlich für Menschen und Tiere.

Anwendung: In Wasser verdünnen und auf Bodenfläche ausbringen
Wichtig: Bodentemperatur mind. 12°C, Boden 4 Wochen feucht halten

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