
Rasensamen; Welche Sorte für welche Anwendung am besten passt
10 min Lesezeit

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Rasensamen bestehen fast immer aus einer Mischung verschiedener Gräser, denn jede Art bringt eigene Stärken mit – von schneller Keimung über Schattenverträglichkeit bis hin zu Trockenheitsresistenz. Für Hausgärten in Wien und ganz Österreich sind vor allem Englisches Raygras, Rotschwingel, Wiesenrispe und Rohrschwingel relevant, da sie mit unserem Klima und zunehmend trockenen Sommern gut zurechtkommen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Eigenschaften die einzelnen Sorten haben und welche Rasenmax‑Mischung zu deinem Garten passt.

Eigenschaften: Englisches Raygras, auch bekannt als Deutsches Weidelgras, ist eine der am häufigsten verwendeten Grasarten in Rasensamenmischungen. Es zeichnet sich durch seine hohe Keimfähigkeit und schnelle Etablierung aus, was es ideal für die schnelle Begrünung von Flächen macht. Es ist robust, widerstandsfähig gegen Trittbelastung und regeneriert sich schnell nach Beschädigungen.
Einsatzbereich: Englisches Raygras wird häufig in Sportrasenmischungen eingesetzt, da es starke Beanspruchung gut verträgt. Es findet sich auch in Gebrauchsrasen- und Spielrasenmischungen sowie in vielen Allzweckmischungen für Hausgärten. Aufgrund seiner schnellen Keimung ist es auch eine beliebte Wahl für Nachsaaten und Reparaturmischungen.
Pflegehinweise: Raygras wächst am besten in sonnigen bis halbschattigen Lagen und benötigt regelmäßiges Mähen, um eine dichte Grasnarbe zu fördern. Es sollte idealerweise auf eine Höhe von 3-5 cm gemäht werden. Aufgrund seiner Wachstumsdynamik ist auch eine regelmäßige Düngung wichtig, um das Nährstoffniveau im Boden aufrechtzuerhalten.
Eigenschaften: Rotschwingel ist eine feinblättrige, mehrjährige Grasart, die sich durch ihre Dürre- und Schattentoleranz auszeichnet. Es gibt verschiedene Unterarten von Rotschwingel, die jeweils unterschiedliche Wachstumsgewohnheiten haben, wie horstbildend oder ausläuferbildend. Rotschwingel bildet eine dichte, fein strukturierte Grasnarbe und ist bekannt für seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Boden- und Klimabedingungen.
Einsatzbereich: Rotschwingel wird oft in Zierrasen- und Schattenrasenmischungen verwendet. Dank seiner Trockenheitstoleranz und Widerstandsfähigkeit gegen karge Bedingungen ist er auch eine gute Wahl für Trockenrasen und extensive Rasenflächen. Er wird auch in Mischungen für Böschungen oder andere erosionsgefährdete Flächen verwendet, da seine dichte Wurzelstruktur den Boden gut stabilisiert.
Pflegehinweise: Dieser Rasentyp sollte auf eine Höhe von etwa 4-6 cm gemäht werden, um seine Gesundheit und Dichte zu bewahren. Rotschwingel benötigt weniger intensive Pflege als andere Gräser, was ihn besonders attraktiv für pflegeleichte Gärten macht. Eine gelegentliche Düngung, insbesondere im Frühling und Herbst, unterstützt das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit.

Rotschwingel
Eigenschaften: Die Wiesenrispe ist bekannt für ihre Robustheit und ihre Fähigkeit, dichte, strapazierfähige Grasnarben zu bilden. Sie hat eine langsame Keimung und Etablierung, entwickelt aber im Laufe der Zeit ein starkes Wurzelsystem, das besonders widerstandsfähig gegen mechanische Belastungen ist. Die Wiesenrispe ist zudem sehr winterhart und bleibt auch in kalten Jahreszeiten grün.
Einsatzbereich: Wiesenrispe wird häufig in Sportrasen- und Gebrauchsrasenmischungen verwendet, da sie besonders belastbar ist und sich gut regeneriert. Sie wird auch in Mischungen für Rasenflächen in kühleren Klimazonen eingesetzt, da sie niedrige Temperaturen gut verträgt. Dank ihrer dichten Wurzelstruktur wird die Wiesenrispe auch in Böschungsmischungen eingesetzt, wo Erosionsschutz erforderlich ist.
Pflegehinweise: Die Wiesenrispe sollte regelmäßig gemäht werden, auf eine Höhe von etwa 3-5 cm, um die Bildung einer dichten Grasnarbe zu fördern. Aufgrund ihrer langsamen Anfangsentwicklung sollte sie im ersten Jahr nach der Aussaat besonders gut gepflegt werden, inklusive regelmäßiger Bewässerung und Düngung, um ein starkes Wurzelsystem zu fördern.

Wiesenrispe (Poa pratensis)
Eigenschaften: Rohrschwingel ist eine robuste Grasart, die besonders für ihre Trockenheitsresistenz und ihre Toleranz gegenüber starken Temperaturschwankungen bekannt ist. Es hat tiefgehende Wurzeln, die es ermöglichen, Wasser aus tieferen Bodenschichten aufzunehmen, was es besonders widerstandsfähig gegen Dürreperioden macht. Rohrschwingel bildet eine grobe, aber dennoch dichte Grasnarbe.
Einsatzbereich: Rohrschwingel wird häufig in Trockenrasenmischungen sowie in Mischungen für Standorte mit schlechter Wasserverfügbarkeit eingesetzt. Es eignet sich auch gut für extensiv genutzte Rasenflächen, Sportplätze und Golfplätze in warmen, trockenen Klimazonen. Aufgrund seiner Robustheit wird Rohrschwingel auch in erosionsgefährdeten Gebieten verwendet.
Pflegehinweise: Rohrschwingel kann auf eine Höhe von 4-6 cm gemäht werden und benötigt im Vergleich zu anderen Grasarten weniger Bewässerung, was ihn ideal für trockene Sommer macht. Regelmäßige Düngung, insbesondere im Frühjahr und Herbst, unterstützt die Gräser bei der Regeneration und fördert ein kräftiges Wachstum.

Rohrschwingel (Festuca arundinacea)
Die Wahl der richtigen Rasensamensorte ist entscheidend für die Gesundheit und Langlebigkeit Ihres Rasens. Englisches Raygras eignet sich hervorragend für stark beanspruchte Flächen, während Rotschwingel und Wiesenrispe ideal für schattige oder karge Standorte sind. Rohrschwingel ist die beste Wahl für heiße, trockene Gebiete. Indem Sie die Eigenschaften dieser Grassorten kennen, können Sie die beste Mischung für Ihre spezifischen Anforderungen auswählen und einen Rasen kultivieren, der Ihren Bedürfnissen entspricht.
Als Onlineshop für Rasenbedarf und Dünger bieten wir bei Rasenmax folgende Auswahl an Rasensamenmischungen, die speziell auf verschiedene Boden- und Klimabedingungen abgestimmt sind. Entdecke unser Sortiment und schau Dir unsere Rasensamen an:
Die Wahl der richtigen Rasensamen‑Mischung entscheidet darüber, wie belastbar, pflegeleicht und trockenheitstolerant dein Rasen ist. Für Gärten in Wien und ganz Österreich empfehlen wir auf das Klima abgestimmte Mischungen, die schnelle Keimung mit guter Trockenheitsverträglichkeit kombinieren.
Unser Rasenmax schnellkeimender Rasensamen besteht aus:
80% Englisches Raygras
15% Rotschwingel
5% Wiesenrispe
Diese Mischung eignet sich für alle, die möglichst schnell eine geschlossene, trittfeste Grünfläche möchten – ideal für Familiengärten, Spielflächen und stark genutzte Hausgärten. Der hohe Raygras‑Anteil sorgt für schnelle Keimung, während Rotschwingel und Wiesenrispe die Mischung nachhaltiger und robuster machen.

Schneller, dichter Rasen für 40 m². Speziell für Nachsaat und Neusaat entwickelt, keimt zuverlässig innerhalb von nur 7 Tagen. Ideal für alle, die schnell wieder einen gepflegten Rasen möchten.
Keimdauer: 5-14 Tage | Reichweite: 40 m²
Zusammensetzung: 80% Engl. Raygras, 15% Rotschwingel, 5% Wiesenrispe
Unser Rasenmax Rasensamen Trockensaat besteht aus:
70% Rotschwingel
20% Wiesenrispe
10% Raygras
Diese Mischung ist speziell für trockene, sonnige Standorte und leichte Böden entwickelt worden, wie sie in vielen Regionen Österreichs vorkommen. Der hohe Rotschwingel‑Anteil erhöht die Trockenheitsverträglichkeit, während Wiesenrispe für eine stabile Grasnarbe und Raygras für einen zügigen Start sorgt.

Trockenresistent für sonnige und anspruchsvolle Standorte. Dank hoher Dürreresistenz gedeihen die Samen selbst bei geringem Niederschlag zuverlässig und sorgen für einen robusten, pflegeleichten Rasen.
Reichweite: 2,5 kg für 100 m²
Vorteile: Belastbar, pflegeleicht, reduzierter Wasserbedarf
Die ideale Mischung hängt von Nutzung (Spielrasen, Zierrasen), Sonneneinstrahlung und Bodenfeuchtigkeit ab; in vielen Gärten bewährt sich eine Kombi aus Raygras, Rotschwingel und Wiesenrispe, da sie sowohl belastbar als auch relativ trockenheitsverträglich ist.
Für trockene Lagen und heiße Sommer sind Mischungen mit hohem Anteil an Rotschwingel und Rohrschwingel ideal, weil diese Gräser tief wurzeln und länger ohne Bewässerung auskommen.
Englisches Raygras keimt bei passenden Bedingungen (Bodentemperatur, Feuchtigkeit) häufig schon nach 7–10 Tagen und sorgt damit für eine schnelle erste Begrünung.
Für Schattenflächen eignen sich Mischungen mit höherem Rotschwingel‑Anteil, ergänzt durch schattenverträgliche Wiesenrispen‑Sorten; Raygras kann anteilig enthalten sein, bevorzugt aber sonnigere Bereiche.
Qualitätsmischungen bestehen aus geprüften Sorten mit hoher Keimfähigkeit und definierten Eigenschaften, während sehr günstige Standard‑Mischungen oft minderwertige Arten enthalten und zu lückigen, anfälligen Rasenflächen führen können.
Standort analysieren: Sonne/Schatten, Boden (leicht/schwer), Wasserverfügbarkeit, Nutzung (Spielrasen vs. Zierrasen).
Passende Mischung wählen: z.B. schnellkeimende Mischung für stark genutzte Gärten, Trockensaat für sonnige, trockene Standorte.
Boden vorbereiten: Fläche säubern, Boden lockern, Unebenheiten ausgleichen, Startdünger einarbeiten.
Rasensamen gleichmäßig aussäen und einarbeiten, dann anwalzen und die nächsten Wochen gleichmäßig feucht halten.
Nach Keimung: langsam in die reguläre Pflege mit Mähen und Düngen übergehen.