
Rasen richtig bewässern: So viel Wasser braucht Ihr Rasen wirklich
, Von Rasenmax , 6 min Lesezeit

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Ein sattgrüner, dichter Rasen hängt entscheidend von der richtigen Bewässerung ab – gerade in heißen Sommern in Österreich (mehr dazu auch in unserem Artikel Rasenpflege im Sommer). Viele Hobbygärtner gießen täglich nur kurz, anstatt ihren Rasen seltener, dafür tiefgründig zu bewässern, und schwächen damit unbewusst die Wurzeln. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie viel Wasser Ihr Rasen tatsächlich braucht, wie oft Sie bewässern sollten, welche Tageszeit ideal ist und wie Sie sandige oder lehmige Böden sowie Flächen in Wien optimal versorgen.
Als Richtwert gelten etwa 20–25 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche, damit der Boden bis in eine Tiefe von rund 15 Zentimetern durchfeuchtet wird und die Wurzeln zuverlässig erreicht. Je nach Bodenart genügen dafür pro Beregnung 10–20 Liter pro Quadratmeter, die lieber in einem kräftigen Gießdurchgang als in vielen kleinen Portionen ausgebracht werden sollten.
Der Wasserbedarf Ihres Rasens hängt grundsätzlich vom Bodentyp ab. Unterschiedliche Böden speichern Wasser unterschiedlich gut und erfordern daher angepasste Bewässerungsmengen:
Um festzustellen, ob Sie die richtige Wassermenge anwenden, können Sie einen Regenmesser verwenden. Sobald der Wasserstand etwa 2 cm erreicht, hat der Rasen eine ausreichende Menge erhalten.
Die wichtigste Regel lautet: lieber selten, dafür intensiv bewässern, als häufig nur ein bisschen zu gießen. Ein- bis zweimal pro Woche kräftig zu wässern regt den Rasen dazu an, tief zu wurzeln, wodurch er Trockenphasen besser übersteht. Tägliches, oberflächliches Gießen fördert dagegen flache Wurzeln, Unkraut und erhöht die Verdunstung an der Oberfläche.
Die Bewässerungshäufigkeit hängt auch von der Temperatur ab:
Die beste Tageszeit zum Rasen bewässern ist in Österreich der frühe Morgen zwischen etwa 3 und 6 Uhr, wenn Boden und Luft noch kühl sind. In diesem Zeitfenster verdunstet kaum Wasser, und die Feuchtigkeit kann tief in den Boden eindringen, bevor die Sonne stärker wird.
Abendliches Gießen sollten Sie möglichst vermeiden, weil der Rasen dann über Nacht lange feucht bleibt und Pilzkrankheiten gefördert werden. Kurzes Wässern in der Mittagshitze kann bei extremem Hitzestress kurzfristig kühlen, ersetzt aber nie die tiefgründige Hauptbewässerung am Morgen.
Sandige Böden erfordern häufigere, aber weniger intensive Bewässerung. Gießen Sie seltener, dafür in zwei aufeinanderfolgenden Intervallen – zum Beispiel an zwei Tagen je 10 Liter pro Quadratmeter. So vermeiden Sie Oberflächenabfluss und erreichen das Wurzelwerk zuverlässig. In Trockenzeiten sollten Sie alle drei bis vier Tage bewässern.
Lehmige Böden speichern Wasser länger, daher genügt in der Regel eine Beregnung pro Woche mit 15–20 Litern pro Quadratmeter. Bei sehr lehmigen Böden, auf denen Wasser schnell abfließt, teilen Sie die Wassermenge auf zwei Tage auf.
Frisch ausgesäter Rasen und neu verlegter Rollrasen haben einen deutlich höheren Wasserbedarf als etablierte Flächen. Die oberste Bodenschicht darf in den ersten Wochen nie komplett austrocknen, sonst sterben Keimlinge oder frische Wurzeln ab.
Typische Anzeichen für Wassermangel sind bläulich-grüne Verfärbung, matte Halme und Trittspuren, die lange sichtbar bleiben. Spätestens wenn sich der Rasen bei Belastung nicht mehr aufrichtet oder erste gelbe Stellen auftreten, ist eine tiefgründige Bewässerung nötig.
Bewässerung allein macht noch keinen gesunden Rasen – erst im Zusammenspiel mit der richtigen Nährstoffversorgung zeigt sich der volle Effekt. Wie du Düngezeitpunkte und Wassergaben optimal aufeinander abstimmst, liest du in Rasen düngen – wann, wie oft und wie viel.
Pro Bewässerung etwa 10–20 Liter pro m², je nach Boden – das durchfeuchtet die Wurzelschicht bis rund 15 cm Tiefe. Pro Woche sind insgesamt 20–25 l/m² ein guter Richtwert. Ein Regenmesser zeigt bei etwa 2 cm Wasserstand, dass genug gegossen wurde.
Meist ein- bis zweimal pro Woche intensiv statt täglich kurz. Je heißer, desto kürzer die Abstände: bei 25–30 °C etwa alle 5–7 Tage, über 30 °C alle 4 Tage, auf sandigem Boden in Hitzeperioden alle 3–4 Tage.
Früh am Morgen, etwa zwischen 3 und 6 Uhr, wenn Boden und Luft noch kühl sind. Dann verdunstet kaum Wasser und die Feuchtigkeit dringt tief ein, bevor die Sonne stärker wird.
Besser nicht: Der Rasen bleibt dann über Nacht lange feucht, was Pilzkrankheiten begünstigt. Wenn es nicht anders geht, so früh am Abend gießen, dass die Halme bis in die Nacht weitgehend abtrocknen.
Sandige Böden brauchen 10–15 l/m² pro Durchgang, dafür 2–3 Mal pro Woche. Lehmige Böden brauchen 15–20 l/m² einmal pro Woche; bei sehr lehmigen Böden die Menge auf zwei Tage aufteilen, damit das Wasser einsickern kann.
Neusaat in den ersten 2–3 Wochen mehrmals täglich kurz gießen, damit die oberste Bodenschicht nie austrocknet. Rollrasen direkt nach dem Verlegen durchdringend wässern, 10–14 Tage täglich kontrollieren und danach auf 2–3 kräftige Gaben pro Woche umstellen.
Der Rasen verfärbt sich gräulich-blau, die Halme werden matt, Trittspuren bleiben lange sichtbar und die Halme richten sich nicht mehr auf. Spätestens bei ersten gelben Stellen ist eine tiefgründige Bewässerung nötig.