
Rasenpflege im Sommer: Bewässerung und Hitzeschutz
, Von Rasenmax , 4 min Lesezeit

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Die Rasenpflege im Sommer ist eine Herausforderung. Hohe Temperaturen, Trockenheit und intensives Sonnenlicht setzen deinem Rasen zu. Mit den richtigen Tipps zu Bewässerung, Pflege und Schutz vermeidest du Hitze-Stress und Trockenstellen. In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du, wie du deinen Rasen grün und vital hältst.
Die richtige Bewässerung ist das Herzstück der Rasenpflege im Sommer. Im Sommer verdunstet Wasser schnell, was zu Trockenstress führt. Gieße nicht täglich wenig, sondern 1-2 Mal pro Woche intensiv mit 15-25 Litern pro Quadratmeter. So förderst du tiefes Wurzelwachstum und erhöhst die Widerstandsfähigkeit.
Der beste Zeitpunkt ist frühmorgens, idealerweise zwischen 3 und 6 Uhr, spätestens bis etwa 9 Uhr. Abends solltest du nur im Notfall gießen, weil der Rasen dann über Nacht feucht bleibt und Pilzkrankheiten begünstigt werden. Tagsüber verdunstet das Wasser zu stark, und Gießen in praller Sonne kann zu Verbrennungen führen. Verwende einen Regenmesser: Strebe 15-20 mm Niederschlag an, um den Boden 15-20 cm tief zu durchfeuchten. Mehr dazu in unserem Ratgeber Rasen richtig bewässern.
Hitze-Stress zeigt sich durch braune Flecken, welkes Gras oder langsames Wachstum. Ursache ist oft unzureichende Bewässerung oder verdichteter Boden. Bei der Rasenpflege im Sommer lockerst du den Boden am besten mit einem Rasenlüfter, damit er Wasser besser aufnimmt.
Mähe nicht kürzer als 4-5 cm. Längeres Gras schattet den Boden und speichert Feuchtigkeit. Lass das Schnittgut als Mulch liegen – es reduziert Verdunstung um bis zu 30 Prozent. In extremen Hitzewellen reduzierst du die Beanspruchung am besten: kein Ballspielen oder Trampeln.

Trockenstellen entstehen durch ungleichmäßige Bewässerung oder Schatten von Bäumen. Bei der Rasenpflege im Sommer prüfst du am besten regelmäßig auf trockene Zonen und füllst Lücken mit hitzeresistenten Rasensamen nach.
Sandige Böden speichern wenig Wasser – hier öfter gießen. Lehmige Böden brauchen kürzere, aber mehrmalige Gaben. Automatische Systeme wie Sprenger oder Tröpfchenbewässerung sorgen für Gleichmäßigkeit. Dünge sparsam mit stickstoffreichem Dünger, aber nur bei feuchtem Wetter und Temperaturen unter 25°C.
Neben Bewässerung umfasst die Rasenpflege im Sommer Schädlingskontrolle und Belüftung. Prüfe auf Unkraut und Pilze, die bei Feuchtigkeit entstehen – mehr dazu in unserem Artikel Unkraut im Rasen loswerden. Vertikutiere im Frühjahr, um Filz zu entfernen – das verbessert die Wasseraufnahme. Passe die Pflege an deinen Boden an: Kalke saure Flächen für bessere Nährstoffaufnahme, wie in unserem Guide zu Rasen kalken und düngen beschrieben.
Bei Schädlingen setzt du am besten Nützlinge ein oder verwendest biologische Mittel. Vermeide Chemikalien in der Hitze. Für die Frühjahrspflege, die den Sommergrundstein legt, schau in unseren Artikel Rasenpflege im Frühjahr. Wie es danach im Herbst weitergeht, liest du in Rasen im Herbst richtig pflegen.


1–2 Mal pro Woche durchdringend statt täglich wenig, mit 15–25 Litern pro m². So wachsen die Wurzeln in die Tiefe. Bei großer Hitze oder sandigem Boden kann ein dritter Durchgang nötig sein.
Nein. Im Sommer nur bei feuchtem Wetter und Temperaturen unter 25 °C düngen, sonst drohen Verbrennungen an Gras und Wurzeln.
Meist durch Hitzestress infolge zu flacher Bewässerung oder verdichteten Bodens. Seltener, aber durchdringend gießen, damit die Wurzeln tiefer wachsen, und verdichtete Stellen mit einem Rasenlüfter auflockern.
Frühmorgens, idealerweise zwischen 3 und 6 Uhr, spätestens bis etwa 9 Uhr. Dann verdunstet kaum Wasser und es dringt tief in den Boden ein. Abends nur im Notfall gießen, weil der Rasen über Nacht feucht bleibt und Pilzkrankheiten begünstigt werden.
Ein Rasensprenger oder eine Tröpfchenbewässerung, weil beide gleichmäßig verteilen. Mit einer aufgestellten Schale kontrollierst du die Menge: 15–20 mm Wasserstand durchfeuchten den Boden etwa 15–20 cm tief.
Ja. Liegen gelassenes Schnittgut hält die Feuchtigkeit im Boden und kann die Verdunstung um bis zu 30 % senken.
Nicht kürzer als 4–5 cm. Längeres Gras beschattet den Boden und speichert so mehr Feuchtigkeit.