Dünger - NPK und andere Nährstoffe – Rasenmax.com
Dünger - NPK und andere Nährstoffe

Dünger - NPK und andere Nährstoffe

, Von Richard P. , 11 min Lesezeit

Stickstoff, Phosphor und Kalium – die Hauptnährstoffe im Dünger

Kurz erklärt: NPK steht für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Die drei Zahlen auf der Verpackung geben ihren Anteil in Prozent an: Ein Dünger mit 15-5-20 enthält 15 % Stickstoff, 5 % Phosphat (P₂O₅) und 20 % Kalium (K₂O). Stickstoff fördert das Blatt- und Triebwachstum, Phosphor die Blüten- und Fruchtbildung, Kalium die Frosthärte und Widerstandskraft.

Nährstoffe spielen für alle Pflanzen eine entscheidende Rolle. Sie benötigen Stickstoff, Phosphor und Kalium, um gesund zu wachsen. Dünger enthalten diese Nährstoffe in unterschiedlichen Mengen. Welcher Dünger am besten geeignet ist, hängt von der Pflanze ab sowie von den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Produkts. In diesem Blogpost erfährst Du, welche Arten von Dünger es gibt und worauf Du aufpassen solltest.

Die meisten Dünger – sogenannte NPK- oder Volldünger – enthalten als Hauptbestandteile N für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium. Diese drei Elemente gehören zu den Makronährstoffen. Sie werden von allen Pflanzen in großen Mengen für das Wachstum, die Blütenbildung und das Fortbestehen benötigt. Oft werden noch weitere Nährelemente wie Ca für Calcium, Mg für Magnesium und S für Schwefel hinzugefügt. Daneben gibt es Einzelnährstoffdünger wie Hornspäne (Stickstoff) oder Eisendünger.

Gemüse im Hochbeet mit NPK-Dünger gedüngt

Hauptnährstoffe im Detail

Jeder Dünger hat eine andere Zusammensetzung der Grundbaustoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. NPK-Dünger decken die Grundbedürfnisse ab. Die Kennzahlen auf Verpackungen (z. B. 15-5-20) zeigen die Anteile in Prozent.

Hier eine kurze Übersicht, wofür die drei Grundbaustoffe verantwortlich sind.

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Stickstoff - N

Für Pflanzen ist Stickstoff ein sehr wichtiger Bestandteil. Stickstoff steht für Kraft und Wachstum. Er ist verantwortlich für die Herstellung von Aminosäuren und Eiweißen, die Förderung des Wachstums von Trieben und Blättern und die Erzeugung von Chlorophyll als Bestandteil der Photosynthese.

Obwohl atmosphärischer Stickstoff in großen Mengen vorhanden ist – 78 % der Luft bestehen aus Stickstoff –, können die Pflanzen ihn nicht direkt aufnehmen. Die meisten Pflanzen nehmen Stickstoff in Form von Ammonium oder als Nitrat auf. Der Düngeeffekt zeigt sich relativ schnell, wobei Ammonium langsamer wirkt als Nitrat.

Ganz wichtig ist allerdings die Dosierung des Stickstoffs. Bei zu wenig Stickstoff werden die Blätter gelb oder blassgrün, das Wachstum ist sehr gering. Bei optimaler Verwendung von Stickstoff sind die Blätter kräftig grün, das Wachstum normal oder sogar zügig. Bei zu viel Stickstoff werden die Blätter lang, das Gewebe weich und die Stängel knicken leicht um.

Als organischen Stickstoffdünger kann man Hornspäne und Hornmehl verwenden. Hier liegt der Stickstoffanteil bei ungefähr 12 %. Hornspäne geben die Nährstoffe nicht sofort frei, sondern erst nach 2–3 Monaten, dafür dann über einen längeren Zeitraum.

Auch Urin ist verdünnt ein guter Stickstoffdünger. Er sollte auf keinen Fall direkt ausgebracht werden, sondern im Verhältnis 1:10 oder 1:20 mit Wasser verdünnt. Nicht auf die Blätter spritzen, sondern nur den Wurzelbereich gießen.

Stickstoffmangel ersichtlich durch sehr helle Blätter

Stickstoffmangel ersichtlich durch sehr helle Blätter

Phosphor - P

Phosphor wird von der Pflanze in Form von Phosphat-Ionen aufgenommen; auf der Verpackung wird der Gehalt als P₂O₅ angegeben. Phosphor ist verantwortlich für Zellfunktionen wie die Zellatmung, für den Aufbau der Zellmembran und für die Energieübertragung.

Phosphor ist vor allem wichtig bei blühenden und Früchte tragenden Pflanzen. Er wird ausschließlich über die Wurzeln aufgenommen, und wenn zu viel Stickstoff im Boden vorhanden ist, kann Phosphor nicht in ausreichendem Ausmaß aufgenommen werden.

Wichtig ist auch bei Phosphor die Dosierung. Bei zu wenig Phosphor blühen die Pflanzen nicht und entwickeln kaum oder gar keine Früchte. Bei der idealen Dosierung entwickeln die Pflanzen reichlich Blüten sowie eine Menge Früchte.

Bei zu viel Phosphor kommt es zu Wachstumsstörungen, da wichtige Spurenelemente nicht aufgenommen werden können.

Kalium - K

Der Nährstoff Kalium steht im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt der Pflanzen, er erhöht die Standfestigkeit, die Frostresistenz sowie die Resistenz gegen saugende Insekten.

Pflanzen brauchen Kalium auch für die Steuerung von Stoffwechselvorgängen, die Regulierung des Wasserhaushalts, die Erhöhung der Widerstandskraft gegenüber Infektionen und die Abhärtung gegen Frost.

Auch hier wieder wichtig: die Dosierung von Kalium. Bei zu wenig Kalium entstehen Wachstumshemmungen und Welkeerscheinungen. Die Blätter wirken schlaff und ältere Blätter rollen sich zusammen. Die Schäden treten verstärkt während der Blütenbildung auf, da die Pflanzen in dieser Phase mehr Kalium benötigen. Typisch sind stark ausgetrocknete Blattränder wie in der Abbildung unten.

Bei einer optimalen Dosierung entsteht eine gesunde Pflanze, die stetig und zügig wächst. Aber auch bei zu viel Kalium entstehen Wachstumshemmungen, Wurzelverbrennungen und Blattschäden.

Kaliummangel

Kaliummangel

Magnesium - Mg

Magnesium (Mg) gehört neben Stickstoff, Phosphor und Kalium zu den wichtigsten Makronährstoffen für Pflanzen. Magnesium ist äußerst wichtig für die Photosynthese. Eine Unterversorgung mit Magnesium kann der Pflanze sehr schaden, da die Photosynthese sukzessive zurückgefahren wird. Pflanzen nehmen Magnesium über die Wurzeln auf.

Kommt es zu einem Magnesiummangel, wird Magnesium von den älteren zu den jüngeren Blättern umverteilt. Dadurch entsteht eine Gelbfärbung der älteren Blätter, wobei die Blattadern grün bleiben (Chlorose).

Normalerweise enthalten Gartenböden ausreichend Magnesium, sofern sie regelmäßig mit Kompost versorgt werden. Im Bedarfsfall wird empfohlen, mit Bittersalz oder magnesiumreichen Kalkdüngern nachzudüngen.

Schwefel - S

Bei Schwefel handelt es sich um einen der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Er wird von der Pflanze hauptsächlich für den Eiweißaufbau verwendet. Außerdem ist Schwefel für die Stickstoffverwertung der Pflanze essenziell: Bei Schwefelmangel kann Stickstoff nicht ausreichend genutzt werden.

Elementarer Schwefel kann von Pflanzen nicht direkt aufgenommen werden und muss zuerst zu Sulfat umgewandelt werden.

Schwefelmangel ist manchmal schwer von Stickstoffmangel zu unterscheiden. Zu den Symptomen gehört eine Gelbverfärbung junger Blätter als Folge niedriger Chlorophyllproduktion. Das Wachstum wird allgemein reduziert.

Abhilfe bei Schwefelmangel schafft ein schwefelhaltiges Düngemittel wie z. B. Magnesiumsulfat bzw. ein Volldünger mit Schwefel.

Kalzium - Ca

Auch bei Kalzium handelt es sich um einen äußerst wichtigen Nährstoff. Es wird vor allem für den Wachstumsprozess benötigt. In den Zellen hat es eine regulierende Wirkung und trägt zur Stabilisierung der Pflanzen bei. Innerhalb der Pflanze ist Kalzium nicht sehr beweglich, deswegen ist es wichtig, dass in der Wurzelumgebung immer ausreichend Kalzium vorhanden ist.

Mikronährstoffe

Zusätzlich zu den Makronährstoffen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Schwefel und Kalzium gibt es eine Reihe von Mikronährstoffen wie Eisen, Mangan, Molybdän, Kupfer, Bor, Zink, Nickel und Chlor.

Der für den Garten wichtigste Mikronährstoff ist wahrscheinlich Eisen (Fe). Speziell beim Rasen sorgt Eisen für eine saftig grüne Farbe und drängt Moos zurück. Mehr dazu in unserem Artikel Eisendünger: 7 erstaunliche Vorteile.

Unterschied zwischen organischem und mineralischem Dünger

Organischer Dünger wie Hornspäne, Stallmist oder Kompost besteht aus natürlich gewachsenen Stoffen, während mineralischer Dünger industriell erzeugt wird. Aber was sind die Vor- und Nachteile der beiden Düngerarten? Für den Rasen im Speziellen gehen wir in Rasendünger organisch oder mineralisch noch genauer darauf ein.

Organischer Dünger

Organischer Dünger basiert auf natürlichen pflanzlichen oder tierischen Produkten wie Hornspänen, Stallmist, Kompost oder Guano.

Organischer Dünger muss zuerst von Mikroorganismen zersetzt werden, bevor die Pflanze die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen kann. Das dauert, verbessert aber langfristig die Bodenqualität: Das Bodenleben wird gefördert, und die Nährstoffe werden über einen langen Zeitraum freigesetzt.

Akute Mangelerscheinungen lassen sich mit organischem Dünger deshalb nicht rasch ausgleichen – die Wirkung setzt langsam ein.

Ein rein organischer und biologischer Dünger ist unser Biovin Dünger. Er wird aus Traubentrester hergestellt, den Rückständen der Traubenpresse.

Biovin - Organischer Bio Dünger

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NPK: N 2,4% | P₂O₅ 0,7% | K₂O 2,2%
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Mineralischer Dünger

Mineralische Dünger sind industriell hergestellte Dünger. Sie basieren auf wasserlöslichen Salzen wie Ammoniumnitrat, Kaliumsulfat oder Phosphaten, die sich im Bodenwasser lösen und direkt von den Wurzeln aufgenommen werden können. Die Nährstoffe stehen den Pflanzen somit umgehend zur Verfügung.

Mineralischer Dünger eignet sich also hervorragend, um akute Mangelerscheinungen schnell zu beheben. Er ist als Granulat und als Flüssigdünger erhältlich.

Die meisten Rasendünger sind mineralischer Natur, es gibt nur wenige organische Rasendünger – mehr dazu, inklusive konkreter Produktempfehlungen für jede Jahreszeit, in Rasen düngen: wann, wie oft und mit welcher Dosierung.

Tomaten düngen mit mineralischem Dünger

Tomaten düngen mit mineralischem Dünger

Art Vorteile Nachteile Anwendung
Organisch (Kompost, Hornmehl) Bodengesundheit, langsame Freisetzung Langsame Wirkung Beete, Langzeitpflege
Mineralisch (Salze) Schnelle Verfügbarkeit Auswaschungsrisiko Mangelkorrektur

Dünger flüssig, pulverförmig oder als Granulat?

Flüssiger Dünger

Flüssiger Dünger ist ideal für die regelmäßige Düngung von Pflanzen in Töpfen und Kübeln. Wie oft gedüngt wird, hängt vom Produkt ab – bei den meisten Flüssigdüngern alle 1–4 Wochen während der Wachstumszeit. Halte Dich an die Angabe auf der Verpackung.

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Pulverförmiger Dünger

Pulverisierter organischer Dünger wie Hornmehl wird schneller von Mikroorganismen zersetzt als grobe Hornspäne, die Nährstoffe sind aber trotzdem nicht sofort verfügbar.

Pulverisierter Dünger lässt sich am besten per Streuwagen ausbringen, beim Streuen per Hand ist eine Maske zu empfehlen.

Granulat

Granulat eignet sich besonders für Beete, Rasen und fürs Freiland. Für das Ausbringen empfehlen wir einen Streuwagen, speziell im Rasen, da das Granulat so gleichmäßiger verteilt wird.

Gründüngung

Unter Gründüngung versteht man den Anbau von Pflanzen zur Verbesserung des Bodens. Die Gründüngungspflanzen lockern den Boden durch ihre tiefen Wurzeln auf. Sie befestigen den Boden und schützen ihn dadurch vor Erosion.

Eine Besonderheit sind Leguminosen wie Klee und Lupinen: Sie binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und machen ihn für nachfolgende Pflanzen verfügbar. Andere Gründüngungspflanzen wie Phacelia binden keinen Luftstickstoff.

Die Pflanzen werden vor der Samenreife gemäht und als Mulch liegen gelassen, damit sie dort verrotten.

Am häufigsten werden folgende Pflanzen verwendet: Buchweizen, Phacelia, Studentenblume, Klee, Winterraps und Sonnenblumen.

Phacelia (Büschelschön), sehr gut zur Gründüngung geeignet

Phacelia (Büschelschön), sehr gut zur Gründüngung geeignet

Schnellstart-Düngerplan

  1. Frühjahr: NPK 20-5-5 für kräftiges Wachstum.
  2. Blütezeit: NPK 10-15-15 für Blüten und Früchte.
  3. Herbst: NPK 5-5-25 für die Winterhärte.
  4. Während der Saison: Flüssigdünger für Topfpflanzen laut Herstellerangabe.
Saison NPK-Empfehlung Pflanzenbeispiele
Frühjahr Hoch N Salat, Rasen
Sommer / Blütezeit Betont P und K Tomaten, Rosen
Herbst Hoch K Obstbäume, Sträucher

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Häufige Fragen

Was bedeuten die NPK-Zahlen auf dem Dünger?

Die drei Zahlen geben den Anteil von Stickstoff (N), Phosphat (P₂O₅) und Kalium (K₂O) in Prozent an. 15-5-20 bedeutet 15 % Stickstoff, 5 % Phosphat und 20 % Kalium – 1 kg dieses Düngers enthält also 150 g Stickstoff. Stickstoff fördert Blätter und Triebe, Phosphor Blüten und Früchte, Kalium Frosthärte und Widerstandskraft.

Wie erkenne ich Nährstoffmangel?

Meist an den Blättern: Gelbe oder blassgrüne Blätter mit schwachem Wachstum deuten auf Stickstoffmangel hin, ausbleibende Blüten und kaum Früchte auf Phosphormangel, schlaffe Blätter mit ausgetrockneten Rändern auf Kaliummangel. Werden ältere Blätter gelb, während die Blattadern grün bleiben (Chlorose), fehlt meist Magnesium. Vergilben dagegen zuerst die jungen Blätter, kann Schwefelmangel die Ursache sein.

Organischer oder mineralischer Dünger – was ist besser?

Das hängt vom Ziel ab. Organische Dünger wie Hornspäne, Kompost oder Biovin wirken langsam, verbessern aber langfristig Boden und Bodenleben. Mineralische Dünger wirken sofort und beheben einen akuten Mangel schnell, werden aber leichter ausgewaschen. Bewährt hat sich die Kombination: organisch als Basis, mineralisch bei akutem Bedarf.

Wann verwendet man welchen Dünger?

Im Frühjahr stickstoffbetont für kräftiges Wachstum (z. B. NPK 20-5-5), zur Blütezeit phosphor- und kaliumbetont für Blüten und Früchte (z. B. 10-15-15) und im Herbst kaliumbetont für die Winterhärte (z. B. 5-5-25). Topfpflanzen versorgt man während der Saison zusätzlich mit Flüssigdünger nach Herstellerangabe.

Wie dosiere ich Dünger richtig?

Immer nach Herstellerangabe – Überdüngung schadet genauso wie Mangel, zum Beispiel durch Wurzelverbrennungen. Zur Orientierung: Rasenmax Rasen Booster reicht mit 3 kg für 120 m², also rund 25 g/m². Biovin wird mit 100–200 g/m² ausgebracht, Bio Dünger Vital mit 30 ml auf 5–10 l Wasser. Wer unsicher ist, startet mit einer Bodenanalyse.

Wie funktioniert Gründüngung für Einsteiger?

Am einfachsten mit Phacelia: bis Anfang September aussäen, vor der Samenreife mähen und als Mulch liegen lassen. Sie lockert den Boden und schützt vor Erosion. Stickstoff aus der Luft binden nur Leguminosen wie Klee oder Lupinen. Eine Augustsaat friert im Winter ab und wird im Frühjahr flach eingearbeitet. Auch Buchweizen oder Sonnenblumen eignen sich gut für den Einstieg.

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