
Mit wenigen Tricks Orchideen zum Blühen bringen
, Von Philipp Stipek , 4 min Lesezeit

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Um zu verstehen, was Orchideen brauchen, hilft ein Blick auf ihre natürliche Umgebung: Dort wachsen sie in einem feuchten, warmen Klima und hängen meist von Bäumen herab, nie mit den Wurzeln in der Erde. Als epiphytische Pflanzen bilden sie Luftwurzeln, die sich ihre Feuchtigkeit aus der Luft und aus Regen holen. Das bedeutet: Orchideen mögen keine dauerhaft nassen Wurzeln, sonst droht Wurzelfäule.
Ganz wichtig ist der richtige Standort. Im Sommer sollte keine direkte Sonneneinstrahlung erfolgen, im Winter darf es dagegen etwas mehr Sonne sein.
Sommer (Mai–September): hell, indirektes Licht (Ost- oder Westfenster), 20–25 °C, 60–70 % Luftfeuchtigkeit.
Winter (Oktober–April): heller, kühlerer Platz (12–18 °C), wenig Heizungsluft – das simuliert die natürliche Trockenzeit.
Tipp für Mitteleuropa: Im Winter einen Luftbefeuchter nutzen, da die Heizungsluft die Raumluft stark austrocknet.

Ideale Umgebung für Orchideen
Orchideen sollten nie dauerhaft im Wasser stehen, sonst beginnen die Wurzeln zu faulen. Am einfachsten tauchst du die Orchidee für etwa 20–30 Minuten in ein lauwarmes Wasserbad. Wichtig: Verwende Regenwasser oder anderes kalkarmes Wasser, denn die Luftwurzeln der Orchidee vertragen Kalk in ihrer natürlichen Umgebung nicht.
Gieße Orchideen etwa einmal pro Woche, halte sie aber nie zwischendurch nass.
So gießt du richtig:

Orchideen richtig gießen
Orchideen sollten etwa alle 2 Wochen gedüngt werden. Wichtig ist, es nicht zu übertreiben – hier gilt „weniger ist mehr“. Wir empfehlen unseren Biplantol Guano Dünger, der für alle blühenden Pflanzen geeignet ist, oder unseren speziellen Rasenmax Orchideendünger Tabs: einfach ein Tab in 3–5 l Wasser (idealerweise Regenwasser) auflösen und die Orchidee 20–30 Minuten hineinstellen. Der Vorteil dieses Düngebads gegenüber herkömmlichen Düngestäbchen: Eine Überdüngung ist praktisch ausgeschlossen.
Düngesaison: März bis Oktober, alle 2 Wochen. Im Winter Pause einhalten.
Empfehlung:
Zusätzlich zum Düngen kannst du der Orchidee ihre tropische Umgebung näherbringen, indem du sie – also Blätter, Wurzeln und Blüten – von Zeit zu Zeit mit Orchideenspray besprühst. Wir empfehlen dazu das Biplantol Orchideenspray, das die Pflanze zusätzlich stärkt.
Wenn das Granulat, in dem die Orchidee eingepflanzt ist, sich aufzulösen beginnt, solltest du an ein Umtopfen denken. Je nach Granulat ist das meist alle 2–3 Jahre notwendig. Nimm die Orchidee aus dem Topf, entsorge das alte Granulat vollständig, damit keine Bakterien oder Schädlinge in das neue übertragen werden, schneide vertrocknete Wurzeln ab und pflanze die Orchidee in einem neuen Topf mit frischem Granulat ein.
Geschnitten werden nur verholzte Blütenstängel und vertrocknete Wurzeln. Den Blütenstängel am besten knapp über dem letzten Auge abschneiden – dann treibt die Orchidee wieder schön aus.
Darüber haben wir einen eigenen Artikel geschrieben: Schädlinge an Orchideen – oder doch eine Krankheit?
Einmal pro Woche 20–30 Minuten in lauwarmes, kalkarmes Wasser (Regen- oder Osmosewasser) tauchen. Nie dauerfeucht halten – zwischen zwei Gießgängen sollten die Wurzeln abtrocknen.
Von März bis Oktober alle 2 Wochen mit Orchideendünger düngen: Biplantol Guano, Rasenmax Bio Vital oder Rasenmax Orchideentabs im Gießwasser lösen. Im Winter pausieren.
Alle 2–3 Jahre im Frühjahr, wenn das Substrat zerfällt. Alte Wurzeln abschneiden und neues Orchideensubstrat verwenden – nie normale Erde!
Im Sommer hell mit indirektem Licht bei 20–25 °C. Im Winter ein heller, kühler Platz (12–18 °C) ohne Heizungsluft. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50–70 % liegen.
Oft fehlt ein Temperaturwechsel – im Winter helfen 12–15 °C. Außerdem die Düngung reduzieren, ausgeblühte Stiele über dem letzten Auge abschneiden und einen neuen Standort testen.
Mit Alkohol-Seifenlösung (1:1) abtupfen oder Neemöl sprühen. Bei starkem Befall hilft Spruzit Schädlingsfrei.